Schon klar, dass ein 20-jähriger Jungspund mit tiefergelegtem 7er BMW von Versicherungen anders bewertet wird, als ein 50-jähriger Lehrer mit VW-Passat. Die Berechnung der Tarife einer Kfz Versicherung ist abhängig vom Alter des Fahrzeughalters, von eventuell bestehenden Schadensfreiheitsrabatten (die der 20-jährige natürlich nicht hat) und vom Modell, das zu versichern ist. Doch auch bei der gleichen Ausgangslage können die Tarife von verschiedenen Versicherern erstaunlich stark variieren.
Junge Männer müssen bis zu 30 Prozent mehr als der durchschnittliche Versicherte zahlen. Diese durchaus üppigen Preisunterschiede belegte gerade eine Studie des Verbraucherportals Toptarif in Berlin. Hintergrund sei, dass in der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes junge Männer zwischen 18 und 24 Jahren besonders stark vertreten sind. Im Vergleich zum Durchschnitt sind sie sogar doppelt so oft in Verkehrsunfälle verwickelt.
Grundsätzlich gilt für Versicherer, dass junge Fahrer und auch Vielfahrer mit hohen Tarifen belegt werden. Jemand, der dagegen schon viele Jahre hinter dem Lenkrad aufweisen kann, und zudem nur durch die Kleinstadt tuckert, ist sehr viel günstiger dabei.
Günstig, aber nur für kurze Zeit
Neben der allgemeinen Einstufung in eine Risikoklasse variieren die Kriterien der Versicherer aber dennoch gehörig – und auch Fahranfängern werden vergleichsweise günstige Tarife angeboten. Aber Vorsicht bei solchen Anbietern, die mit „Kampfpreisen“ um Kunden werben. Denn die Prämien bleiben häufig nur ein bis zwei Jahre niedrig. Denn die Versicherer spekulieren auf die Bequemlichkeit der Kunden und darauf, dass der Autofahrer auch bei steigenden Preisen bei dem Anbieter bleibt.
Wenn also die Ankündigung einer Prämienerhöhung ins Haus flattert, dann sollte man nicht zögern und sogleich im Internet mit der Recherche beginnen. Wenn sich über Portale zum Autoversicherung Vergleich ein günstigerer Anbieter finden lässt und das eine nicht unerheblich Summe im Jahr spart, dann gilt es den (nicht sehr erheblichen) Aufwand für einen Versicherungswechsel auf sich zu nehmen. Am besten gleich die Kündigung an den bisherigen Anbieter per Einschreiben schicken.
Lieber Wechseln, als Draufzahlen
Wer auf Nummer Sicher gehen will, wartet erst das Bestätigungsschreiben der Kündigung ab und beantragt dann bei dem gewünschten neuen Anbieter eine Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Schadensfreiheitsrabatte können übrigens einfach mitgenommen werden.
Bei der Wahl der neuen Versicherungsheimat sollte man einige Kriterien beachten, damit nicht bald schon wieder ein Wechsel fällig ist. Wichtig ist so, darauf zu achten, dass die Tarife eines Anbieter in den vergangenen Jahren konstant geblieben sind.
Und man sollte ganz genau prüfen, welche Serviceleistungen ein Angebot beinhaltet. Denn eine günstige Versicherung nützt nicht viel, wenn sie im Ernstfall wenig zu bieten hat. So werden etwa Marderbisse von vielen Kaskoversicherungen grundsätzlich abgedeckt. Aber der Schutz beinhaltet oft nur die direkten Schäden an Kabeln, Manschetten und Dichtungen. Folgeschäden, die vielfach teurer sind, sind hingegen nicht inbegriffen.
Auch ein guter Tipp ist, bei der Online-Suche so viele Details wie möglich zum momentanen Auto zu machen: So etwa die Schadensfreiheitsklasse, Fahrzeugtyp, Erstzulassungsdatum, Zulassungsort, Alter des Versicherten, Anzahl der Fahrer, jährliche Fahrleistung in Kilometern und regulärer Stellplatz des Autos. Je detaillierter die Informationen, desto passender ist das Ergebnis des Kfz-Versicherungsvergleich.